Vitamin D im Sommer: Brauchen wir das jetzt überhaupt noch?
Die Sonne scheint, die Menschen in Hamburg zieht es in Parks, an die Alster oder an den Elbstrand – eigentlich die perfekte Jahreszeit, um den Vitamin-D-Speicher natürlich zu füllen. Doch viele Patientinnen und Patienten fragen sich gerade in den Sommermonaten: Brauche ich überhaupt noch Vitamin-D-Präparate, wenn ich draußen bin?
Die Antwort ist differenziert. Zwar bildet unser Körper Vitamin D durch Sonneneinstrahlung auf der Haut, aber nicht jeder erreicht im Alltag die nötige Menge. In der Elefanten-Apotheke Barmbek klären wir auf, wer in den Sommermonaten tatsächlich noch eine Ergänzung braucht – und wie Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel sinnvoll unterstützen können.
Was ist Vitamin D und warum ist es so wichtig?
Vitamin D ist kein „klassisches“ Vitamin, sondern ein Hormon-Vorläufer, den der Körper mithilfe von UVB-Strahlen selbst herstellen kann. Es ist unverzichtbar für:
- den Knochenstoffwechsel (Calciumaufnahme)
- das Immunsystem
- die Muskelfunktion
- die Stimmungslage und Energie Ein Mangel kann sich äußern in:
- Müdigkeit, Konzentrationsschwäche
- Muskelschmerzen, Knochenschmerzen
- erhöhter Infektanfälligkeit
- depressiven Verstimmungen, besonders im Herbst/Winter
Sommer in Hamburg, Reicht die Sonne für den Vitamin D Haushalt?
Tatsächlich wird Vitamin D fast ausschließlich über die Haut gebildet – Nahrung spielt eine untergeordnete Rolle. Voraussetzung ist allerdings:
- genügend UVB-Strahlung (zwischen 11 und 15 Uhr)
- freie Hautfläche (mindestens Gesicht, Arme)
- täglicher Aufenthalt von 15–30 Minuten in der Sonne
- kein Sonnenschutz während dieser Zeit
In Hamburg – einer der sonnenärmsten Regionen Deutschlands – kann es selbst im Sommer schwierig sein, diese Bedingungen regelmäßig zu erfüllen. Hinzu kommt, dass viele Menschen:
- tagsüber im Büro oder Innenräumen arbeiten
- sich konsequent gegen Sonne schützen (aus gutem Grund)
- nur wenig Haut zeigen
- zu einer Risikogruppe gehören
Wer trotz Sommer auf Vitamin D achten sollte
Nicht jede Person kann durch Sonne ausreichend versorgt werden. Zu den Risikogruppen zählen:
- ältere Menschen (ab 60), da die Haut weniger Vitamin D produziert
- Menschen mit dunklerer Hautfarbe
- Säuglinge und Kleinkinder (Sonnenschutzpflicht, kein UVB)
- Personen mit chronischen Erkrankungen (z. B. Nieren, Leber, Darm)
- Menschen mit geringer Sonnenexposition (z. B. Pflegebedürftige, Nachtschicht-Arbeitende)
- Personen mit Übergewicht (Vitamin D wird im Fettgewebe „gefangen“)
In diesen Fällen kann eine gezielte Nahrungsergänzung sinnvoll sein – nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheker.
Vitamin D gezielt ergänzen – worauf Sie achten sollten
Vitamin D Präparate sind in unterschiedlichen Dosierungen und Kombinationen erhältlich – als Tropfen, Tabletten, Kapseln oder Öl. Wichtig ist:
- Die richtige Dosierung (nicht zu wenig – aber auch nicht zu viel)
- Kombination mit Vitamin K2 bei langfristiger Einnahme (unterstützt den Kalziumtransport)
- Regelmäßige Einnahme über mindestens 3 Monate
- Individuelle Beratung je nach Alter, Gewicht und Bedarf
In der Elefanten-Apotheke Barmbek helfen wir Ihnen, das passende Präparat zu finden – auch bei veganen Lebensweisen, für Kinder oder bei Medikamentenunverträglichkeiten.
Vitamin D Messung – ist das sinnvoll?
Wer es genau wissen will, kann seinen Vitamin-D-Spiegel (25-OH-D-Wert) beim Hausarzt oder über einen Labortest ermitteln lassen. Der Normbereich liegt laut DGE bei 20–50 ng/ml. Bei nachgewiesenem Mangel kann die gezielte Behandlung sinnvoll angepasst werden.
Wir beraten Sie gerne dazu, wann eine Messung sinnvoll ist – und wie Sie Ihre Werte gesund stabilisieren können.
Häufig gestellte fragen
Ihre Fragen – unsere Antworten
Ich bin viel draußen – brauche ich trotzdem zusätzliches Vitamin D?
Wie viel Vitamin D sollte ich täglich einnehmen?
Ist eine Überdosierung möglich?
Gibt es vegane Vitamin-D-Präparate?